Situation Berlin

Situation Berlin #2

Freitag 26. und Samstag 27. November 2021.

Plakat, das ein Bild vom Entwurf des Hauses der Urbanen Praxis, ein Bild von Place Internationale und Texte über die Konferenz kombiniert

Werkstatt-Konferenz für Urbane Praxis

In Fortsetzung der Mai-Konferenz »SITUATION BERLIN #1« der Initiative Urbane Praxis wird Ende November im Rahmen von »SITUATION BERLIN #2: Auf dem Weg zu einem Manifest der Urbanen Praxis« ein Manifest der Urbanen Praxis erarbeitet: Wer macht Stadt und mit welchen Kulturen und Praktiken? Wie formuliert sich ein Recht auf Stadt ohne Rechthaberei?

Über diese Fragen tauschen sich Vertreter*innen der Initiative – Benjamin Förster- Baldenius (raumlabor Berlin), Barbara Meyer (Schlesische 27 – Kunst und Bildung Berlin) – und weitere Gäste – u.a. Amelie Deuflhard (Kampnagel Hamburg), Martina Taig (KÖR Wien) und Brian Holmes (Autor, Aktivist und Künstler; Chicago) aus.

Berlin ist seit Langem von eigensinnig initiierten Bauten, von selbstorganisierten Räumen und einer reichen sozialen Kultur geprägt. Das Recht auf Stadt wird von vielen mit Mitteln der Künste, der Gestaltung, Planung und von Aktionen – kurz Urbane Praxis – erstritten und gemacht.

Die Stadt Berlin verfügt über eine Vielzahl erfahrener Akteur*innen aus dem Feld der »Urbanen Praxis«, die nicht nur Aktionen im öffentlichen Raum realisieren. Vielmehr ist es eine eigenständige Form des Stadtmachens mit einer oftmals langjährigen Expertise, die über eine konstante Projektlogik hinaus nach einer verbindlichen Stetigkeit verlangt. Im Zuge der teils krisenhaften Entwicklungen von Stadt muss diese Expertise vor allem langfristig, und nicht nur über punktuelle Projektförderungen, die Veränderungsprozesse vorantreiben.

Die postdisziplinäre »Urbane Praxis« kann in drei Richtungen unterteilt werden: der künstlerischen und kuratorischen, der urbanistisch-planenden und gestalterisch-bauenden sowie der soziokulturellen und aktivistischen Praxis.

Auf Vorschlag des Rats für die Künste entstand 2020 die Initiative Urbane Praxis mit Berlin-weiten Projektpartner*innen, die an der Schnittstelle von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, Verwaltung und Politik für diese Herausforderungen neue strukturelle Vorschläge entwickeln. Die Initiative Urbane Praxis arbeitet an einem Kulturwandel in Berlin mit, um zu ergründen, in welcher Art von Stadt wir künftig zusammenleben wollen.

In Fortsetzung der Konferenz Urbane Kulturen (2019) veranstaltet die neue Gesellschaft für bildende Kunst als Teil der Initiative Urbane Praxis 2021 zwei Werkstatt-Konferenzen zur »SITUATION BERLIN«. Der erste Teil »SITUATION BERLIN #1« fand Ende Mai 2021 dezentral bei Berliner Campusprojekten statt. Neben historischen Rückblicken wurden neue Wege und Praktiken für eine Stabilisierung von Urbaner Praxis und urbaner Kulturen erläutert. 

In Vorbereitung der zweiten Ausgabe »Situation Berlin #2: Auf dem Weg zu einem Manifest der Urbanen Praxis« entsteht nun ein gedrucktes, zweisprachiges Glossar Urbaner Praxis (hier herunterzuladen). Einerseits ist es das Ziel, über die Vielstimmigkeit der Akteur*innen das Verständnis von »Urbaner Praxis« zu schärfen, und andererseits deren zentrale Kriterien und Qualitäten herauszuarbeiten. Es gilt, deren Potenziale mit ihren künstlerischen, gestalterischen und aktivistischen Verfahrensweisen in den städtischen Diskurs einzuschreiben.

Ein gemeinsam erarbeitetes Manifest soll die notwendige urbane Strategie werden, die zu einer sinnvollen Urbanen Praxis führt und die Antworten auf folgende Fragen festhält: Wie lassen sich neue Formen des Zusammenlebens in der Stadt umsetzen, die auf die verborgenen Geschichten und Fragmente der Vergangenheit zurückgreifen, aktuelle Probleme ansprechen und sich an der Zukunft orientieren? Wie können Ansätze dafür in strukturelle und auch institutionelle Bahnen geleitet und gefestigt werden, ohne dabei zu versteinern?

Veranstalter*innen: nGbK
Team nGbK: Konzeption Jochen Becker/metroZones, Anna Schäffler, Simon Sheikh

Logistik und Anmeldung

Die Plätze sind begrenzt. Es gilt die 2G-Regel.
Anmeldung unter anmeldung@ngbk.de.

Freitag, 26.11.
17.00-21.00 Uhr
Ort: Stadtwerkstatt Mitte, Karl-Liebknecht-Str. 11, 10178 Berlin + Zoom

Samstag, 27.11.
12.00-18.00 Uhr
Ort: „Lobby“, Karl-Liebknecht-Str. 9, 10178 Berlin

Programm

Freitag, 26.11.
Panel mit Amelie Deuflhard (Kampnagel Hamburg), Martina Taig (KÖR Wien), Benjamin Förster-Baldenius (raumlabor Berlin), Barbara Meyer (Schlesische 27 – Kunst und Bildung Berlin) und Brian Holmes (Autor, Aktivist, Künstler)

Weitere Informationen folgen.

Samstag, 27.11.
Ein Manifest der Urbanen Praxis wird unter der Moderation von Susanne Bosch und Matthias Einhoff gemeinsam erarbeitet.

Weitere Informationen folgen.

Haus Urbane Praxis, © Eva Hertzsch und Adam Page, Aquarell, 2021

Situation Berlin #1

Samstag 29. und Sonntag 30. Mai 2021.

Das Team der Werkstattkonferenz sitzt unter dem Zelt, aus dem die Sitzungen live übertragen wurden

Werkstatt-Konferenz für Urbane Praxis

In Fortsetzung des Symposiums ‚Urbane Kulturen’ (nGbK/Berlinische Galerie 2019) veranstaltet die nGbK als Teil der Initiative Urbane Praxis eine zweiteilige Werkstatt-Konferenz zu SITUATION BERLIN.

Wer macht Stadt, und mit welchen Kulturen? Wie formuliert sich ein Recht auf Stadt ohne Rechthaberei?
Berlin ist geprägt von eigensinnigen Kunstprojekten, von selbstorganisierten Bauten und einer reichen sozialen Kultur. Das Recht auf Stadt wird von Vielen mit Mitteln der Künste, Gestaltung, Planung und Aktion – kurz Urbane Praxis – erstritten und praktiziert. Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme der aktuellen Berliner Situation wird die Werkstatt-Konferenz SITUATION BERLIN #1 historische Rückblicke wie auch neue Wege und Praktiken für eine Stabilisierung Urbaner Praxis und urbaner Kulturen erläutern. Ziel des Symposiums ist es, das große Potential von künstlerischen, gestalterischen und aktivistischen Verfahrensweisen angesichts derzeitiger umfassender Herausforderungen zu untermauern.

Mit Jesko Fezer, Graziela Kunsch, Annette Maechtel, Barbara Meyer/Markus Bader für Initiative Urbane Praxis, Malve Lippmann, Adam Page, Can Sungu, Elisa T. Bertuzzo, Renée Tribble u.a.m.

Logistik und Anmeldung

Via Zoom und von den Campus-Projekten station urbaner kulturen/nGbK – Place Internationale Hellersdorf, Baupalast Dragoner-Areal Kreuzberg, Haus der Statistik Mitte.

Anmeldungen mit vollständigen Namen und Wahl des jeweiligen Workshop-Tisches unter: anmeldung@ngbk.de

Team nGbK: Verantwortlich für die Konzeption ist Jochen Becker/metroZones, assistiert von Licia Soldavini/Constructlab, unterstützt von Birgit Effinger, beraten von Simon Sheikh/Goldsmiths College und in enger Kooperation mit fachspezifischen und kulturpolitischen Akteur*innen.

Der Werkstatt-Konferenz im Mai schließt sich die Erarbeitung einer handlungsanleitenden Dokumentation und eine zweite Konferenz im November an.

Programm

Samstag 29. Mai 2021 | 18.00 – 21.00 Uhr

Gastgeber: station urbaner kulturen – Place Internationale, Berlin-Hellersdorf

Begrüßung Jochen Becker, Simon Sheikh, Licia Soldavini

Vorstellung der Initiative Urbane Praxis 
Barbara Meyer & Markus Bader (Rat für die Künste Berlin)
Runden Tisch „Situation Berlin“
Mit welchen Methoden Urbaner Praxis wird Stadt entwickelt? Wie können künstlerische sowie planerische Prozesse verkoppelt und produktiv werden?
Elisa T- Bertuzzo (weißensee kunsthochschule berlin) im Gespräch mit Annette Maechtel (nGbK Berlin) und Renée Tribble (Planbude Hamburg, Universität Detmold).

Weitere Infos hier.

Sonntag 30. Mai 2021 | 11.00 – 18.00 Uhr

Die Runde Tische finden jeweils zweimal auf Zoom für jeweils 20 Teilnehmer*innen statt. Anmeldungen mit vollständigen Namen und Wahl des jeweiligen Runden Tisches unter: anmeldung@ngbk.de

Weitere Informationen über das Programm und den Inhalt der runden Tische befinden sich auf der Website von der nGbK Hellersdorf.

11.00 – 13.15 Uhr Runde Tische #1
Intro (Jochen Becker, Simon Sheikh, Licia Soldavini)
1 a) Brache – Adam Page & Jesko Fezer
1 b) Autonomie/Institution – Graziela Kunsch & Simon Sheikh (auf Englisch)
1 c) Zugänglichkeit – Malve Lippmann & Can Sungu

13.15 – 14.15 Uhr Mittagspause

14.30 – 16.30 Uhr Runde Tische #2
2 a) Brache – Adam Page & Jesko Fezer
2 b) Autonomie/Institution – Graziela Kunsch & Simon Sheikh (auf Englisch)
2 c) Zugänglichkeit – Malve Lippmann & Can Sungu

16.30 – 18.00 Uhr Abschlussrunde
mit Jochen Becker, Licia Soldavini, den drei Moderationsteams & Publikum

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