Outtakes Cinema: Film, Talk & Zine Release
Am 22. August lädt das Open Air Kino Outtakes Cinema, gemeinsam mit Urbane Praxis e.V. und der frachtkante (khisdapaze e.V.) zu einer kritischen Auseinandersetzung mit räumlicher Gewalt in Großstädten, wie Kapstadt, New York und São Paulo ein. Gentrifizierung, rassistische Verdrängung, Postkolonialismus und Machtgefälle sind Probleme, mit denen die Stadtbewohner*innen tagtäglich konfrontiert werden und nicht nur räumliche Auswirkungen haben, sondern sich auch auf die soziale Psyche schlagen. Der Film belichtet die Kämpfe, Herausforderungen und Erfolge der Stadtbewohner*innen, die sich für das Recht auf ihre Stadt einsetzen.
Gemeinsam schauen wir uns den Film “Not in my Neighbourhood” (OV) von Kurt Otabenga Orderson und Najma Nuriddin an. Eingeleitet wird der Film in einem Vorgespräch mit Abdul Dube (live) und Kurt Otabenga Oderson (online) zu Gast.
Wir stellen das neue kollektive Print Zine zum Thema selbstbestimmte Urbane Praxis vor. Das Zine entstand im Rahmen von zwei Workshops gemeinsam mit Frauen machen Druck, Palästinensische Feministische Kollektiv und Abdul Dube und präsentiert die Ergebnisse der Teilnehmenden. Das Zine ist ein Versuch Antworten auf Fragen zu finden, wie was bedeutet Selbstbestimmtheit, wie können wir solidarisch und selbstwirksam agieren, was sind unsere Bedürfnisse und wie können wir selbst aktiv werden? Das Zine ist kostenfrei während der Veranstaltung erhältlich.
Programm:
ab 16:00
Biergarten an der Frachtkante
Snacks und Popcorn vom Bollerladen
Collective Zine Release von Urbane Praxis e.V. in Kooperation mit dem Feministischen Palästinensichen Kollektiv und Abdul Dube
LIVErary – Das LIVErary ist ein bewegliches und lebendiges Archiv von
Initiativen kollektiver Stadtgestaltung und -praxis, hier könnt ihr in Magazinen, Büchern und anderen Publikationen stöbern und mehr über gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung lesen. Alle sind eingeladen Publikationen beizusteuern und das Archiv somit stetig zu erweitern.
20:00
Talk mit Aysha Amin, Abdul Dube und Kurt Otabenga Oderson (Regisseur von “Not in my
Neighbourhood”) in english
Aysha Amin (DK) ist Künstlerin, Kuratorin und Architektin aus Gellerup, Aarhus, wo sie die Galerie Andromeda 8220 gegründet hat. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie über „Vi Fællesskaber Vores By“ Bildungs- und Architekturprojekte für junge Menschen in Sozialwohnungsgebieten. Sie hat als Autorin für das französische Architekturkritikmagazin „The Funambulist“ geschrieben, war Mitkuratorin des Aarhus-Programms für das Kopenhagener Architekturfestival und arbeitete als Jurymitglied und Mitkuratorin der Frühjahrsausstellung in der Kunsthal Charlottenborg. Heute ist sie zudem Jurymitglied bei Realdania Underværker. Ihre Arbeiten wurden in Architekturpublikationen sowie in Gruppenausstellungen in Dänemark, auf der Berlin Biennale und der Biennale von Venedig gezeigt. Im Jahr 2025 erhielt sie den Aarhus Art Prize Solo Award in Anerkennung ihrer breit gefächerten künstlerischen Praxis in Aarhus, was 2026 zu ihrer ersten Einzelausstellung in der Kunsthal Aarhus führte. In den letzten zehn Jahren hat Amin durch Ausstellungen, Texte, Lehre, Archivarbeit und Festivals ein Schaffen entwickelt, das Architektur, Kunst, Politik und Umwelt umfasst. Dabei untersucht sie, wie und warum wir so leben, wie wir es tun – aus einer „Sowohl-als-auch“-Perspektive, die vielfältige Identitäten, Erinnerungen, Sprachen und Randorte einbezieht.
Abdul Dube ist ein multidisziplinärer Künstler*in, Designer*in, Kurator*in und Workshop-Leitung mit Wohnsitz in Berlin-Neukölln. Abduls Arbeit befasst sich mit Fragen der multikulturellen Zugehörigkeit, Rassismus und Widerstand, intersektionaler Solidarität, Kulturerbe, Nachhaltigkeit, „Black Imagination“ und Aktivismus. Zu Abduls Arbeit im Bereich Kulturerbe gehören die Leitung des Workshops „Antiblack racism in our public archives“ in Zusammenarbeit mit Black Archives Sweden, Lehrtätigkeit, das Verfassen von Texten und die Gestaltung von Zines für das im Rahmen von Horizon 2020 geförderte Projekt „European Colonial Heritage Modalities in Entangled Cities“ sowie die Tätigkeit als kreative Kontaktperson für die Bildungsabteilung des Aros-Museums. Derzeit baut er in Berlin ein lokales Zine-Archiv namens „khaya practice“ auf. Das Angebot wird Tage mit freiem Zugang zur Produktion sowie Recherchetermine nach Vereinbarung umfassen. Ab Herbst 2026 wird zudem eine Reihe kreativer Workshops angeboten.
Kurt Otabenga Orderson ist ein preisgekrönter Filmemacher aus Kapstadt, Südafrika, dessen Arbeiten bereits auf Al Jazeera, SABC, ESPN, ZDF und HULU gezeigt wurden. Er war bereits auf sechs Kontinenten tätig und hat über zehn Dokumentarfilme in Spielfilmlänge gedreht und produziert, die auf internationalen Filmfestivals, an Universitäten und Hochschulen gezeigt wurden. Kurt ist Gründer von Azania Rizing Productions, einem Unternehmen, das junge Menschen durch kreatives Storytelling über Afrika und die afrikanische Diaspora inspirieren möchte.
21:00
Film “Not in my Neighbourhood” (OmeU)
„Not in My Neighbourhood“ erzählt generationenübergreifende Geschichten darüber, wie Bürger*innen auf politische Maßnahmen, Prozesse und Institutionen reagieren, die gegenwärtige Formen räumlicher Gewalt und Gentrifizierung in Kapstadt, New York und São Paulo vorantreiben.