Parasite School
On Parasiting ist ein internationales Kunstprojekt, das parasitäre Taktiken als zeitgenössische Methodik widerständiger künstlerischer Praktiken erprobt. Es reagiert darauf, indem es bewusst innerhalb bestehender Systeme agiert und von innen heraus experimentiert: Durch performative Anpassung und gezielte Provokationen werden Machtverhältnisse, Aneignungsprozesse und wirtschaftliche Abhängigkeiten sichtbar gemacht, ihre Fragilität offengelegt und konkrete Handlungsräume für eine widerständige künstlerische Praxis erschlossen.
Die Parasite School markiert den Auftakt von On Parasiting. Als Mischung aus Symposium, taktischem Workshop und kollektivem Probenraum bringt die Parasite School Künstler*innen, Theoretiker*innen und Praktiker*innen in Berlin zusammen, um Strategien der Infiltration, Einbettung und Irritation zu entwickeln und zu diskutieren. Im Zentrum steht die Figur des Parasiten, nicht als Metapher, sondern als Methodik, um innerhalb hegemonialer Strukturen zu agieren und diese durch Komplizenschaft zu destabilisieren.
Kalender:
14.06 | 3 – 7 pm | Auftakt im Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U)
16.06. | 8:30 pm | Public Screening im Make-up e.V.
20. & 21.06 | 2 – 7 pm | Öffentliches Symposium im diffrakt – zentrum für theoretische peripherie
Die Parasite School bietet eine temporäre Infrastruktur für kollektives Denken und bereitet Künstler*innen auf die anschließende Phase der verdeckten Arbeit innerhalb von Institutionen und Unternehmen vor. Sie fragt, wie Widerstand heute bestehen bleiben kann, wo Kritik zunehmend absorbiert, reguliert oder unwirksam gemacht wird, und schlägt die parasitäre Praxis als eine mögliche Antwort vor.
Beiträge u. a. von Pilvi Takala, Oliver Marchart, Anna Watkins Fisher, Tobias Ginsburg, Jana Costas, Jakob Margit Wirth, Post Brothers und viele mehr eröffnen einen Raum, in dem sich Theorie und Praxis überschneiden.
Anmeldung via: register@parasiting.net