Community Kunst- und Forschungswochen: Umweltgerechtigkeit in Berlin

Nary Götze/ Merve Degirmenci merve.degirmenci@urbanepraxis.berlin deutsche, englische, türkische und arabische Lautsprache Gerichtstraße 23, 13347 Berlin
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(Gesundbrunnen-Wedding-Moabit-Edition)

Das Büro der Netzwerkstelle ist im 1.Stock (Hof 5, Aufgang 5, 1. OG links) und nur über das Treppenhaus zugänglich. In dem Hauptraum gibt es Sitzmöglichkeiten und Tische. Der Raum der Lobby sind ca. 133 qm groß. Der Aufgang zur Netzwerkstelle befindet sich genau über der Panke Culture. Anbei findest du ein Bild des Gebäudes.

Der Weg von der Straße bis zum Eingang beträgt ca. 150 m und führt durch die ersten beiden Hinterhöfe der Anlage der Gerichtshöfe. Der Untergrund ist hier jeweils betoniert, und ca. überall mehr als 3 m breit.

Direkt vor dem Gebäude befinden sich kostenfreie Parkplätze seitlich zur Straße (Gerichtstraße). Informationen zu den geplanten Parkgebühren der Parkplätzen an der Gerichtstraße findest du hier: https://www.pankstrasse-quartier.de/929-am-4-april-startet-die-parkzone-80/
Geparkt werden darf auch im 1. Hinterhof, zum kurzzeitigen Ausladen.

Die nächstgelegene S-Bahnstation ist Wedding (S42/41) in ca. 300 m zu erreichen. Die nächstliegende U-Bahnstation ist Wedding in ca. 700 m (U6). Die nächstgelegenen Bushaltestellen sind S Wedding/Martha-Ndumbe-Platz (247/ M27) ca. 130 m entfernt.

Informationen zur Zugänglichkeit der Netzwerkstelle findest du hier: https://www.urbanepraxis.berlin/barrierefreiheit/

Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden. Es wird Übersetzung in Türkisch, Arabisch und Englisch angeboten, falls benötigt.

Vor Ort wird es während der Veranstaltungen Essen und Trinken geben.

Es befindet sich eine genderneutrale Toilette im Büro der Netzwerkstelle. Diese ist nicht barrierefrei.

Die Lobby ist nicht speziell für Kinder ausgelegt. Es gibt keinen speziellen Bereich für Kinder. Zum Zeitpunkt der Veranstaltungen können wir keine Kinderbetreuung anbieten.

In Berlin zu leben bedeutet auch, häufig Umweltbelastungen wie schlechter Luftqualität, Verkehrslärm oder starker Hitze ausgesetzt zu sein. Im Innenstadtbereich konzentrieren sich diese Belastungen. Besonders Bewohner*innen der Stadtteile Gesundbrunnen-Wedding und Moabit sind, verglichen mit dem Rest Berlins, deutlich stärker betroffen und leben oft unter schlechteren Bedingungen in Sachen Gesundheit, Lebensqualität und Klimaanpassung.

Die Community Kunst- und Forschungswochen zielen darauf ab, ein verknüpftes und kreatives Verständnis von Umweltgerechtigkeit im Kontext Berlins, dessen Geschichten und des subjektiven Erlebens struktureller Diskriminierung zu entwickeln. Gemeinsam schaffen wir einen Raum für gegenseitiges Lernen und Fürsorge, in dem gelebte Erfahrungen wertgeschätzt werden und Personen, die Diskriminierung erfahren, einen Ort finden, um systemische Unterdrückung gemeinsam zu verarbeiten.

Wir gehen in unsere eigenen Kieze und erkunden Fragen danach, wie es sich anfühlt, von Umwelt Ungerechtigkeiten betroffen zu sein. Welche Spuren werden in unseren Körpern hinterlassen? Wie geht es uns an den Orten unseres Lebensmittelpunkts? Tun unsere Ohren vom Lärm weh? Müssen wir die Luft anhalten, wenn wir an einer Kreuzung stehen? Haben wir Kopfschmerzen im Rush-Hour-Stress? Sind wir gestresst? Oder haben wir alles normalisiert? Gemeinsam erkunden wir, was eine gerechte oder ungerechte Umwelt an Orten unseres Lebensmittelpunkts bedeutet.

Teilnehmende:

Die Community Kunst- und Forschungswochen richten sich explizit an Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt im Bezirk Berlin-Mitte (v. a. in den Ortsteilen Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Hansaviertel) haben. Du musst kein Vorwissen zu dem Thema mitbringen, dein Interesse, dich auf neues Wissen und andere Perspektiven einzulassen, ist mehr als genug.

Das Projekt ist für alle Menschen offen, richtet sich jedoch explizit an diejenigen, die von struktureller Diskriminierung betroffen sind. Rassismus, Klassismus (Diskriminierung aufgrund des sozioökonomischen Status), Sexismus, migrations- und fluchtbezogene Diskriminierung, Ableismus, LGBTQIA+-Feindlichkeit. Wenn du von einer oder mehreren dieser Gewaltstrukturen betroffen bist, richtet sich dieses Projekt an dich. Wenn das nicht auf dich zutrifft, du dich aber für das Thema interessierst, bist du trotzdem herzlich willkommen.

Wichtige Informationen: 

-Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei.
-Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden. Es wird Übersetzung in Türkisch, Arabisch und Englisch angeboten. 
-Gesamtzeitraum des Projekts: 19.09.26. – 24.10.26
Das Projekt besteht aus drei Hauptblöcken und einer Abschlussveranstaltung:

1. Lernen und Verstehen
2. Erforschen des eigenen Alltags
3. Gemeinsames Verarbeiten und Gestalten
4. Abschlussveranstaltung und Ausstellung der Ergebnisse (Vernissage)

– Die Workshops werden im Büro der Urbanen Praxis in den Weddinger Gerichtstr. stattfinden.
– Maximale Teilnehmendenzahl: 25 
– Alle benötigten Materialien werden bereitgestellt.
– Verpflegung für die live Termine wird bereitgestellt. 
– Die Moderation erfolgt durch Nary Götze.

Format: 

Erster Block: Lernen und Verstehen 

Zeitraum: 2 Termine am 19.09.26 – 4 Std. mit Pausen und 20.09.26 – 4 Std. mit Pausen
Inhalt: Vertiefung des Verständnisses von Umweltgerechtigkeit/ Umweltrassismus, ihrer Geschichte und den relevanten theoretischen Grundlagen sowie dem regionalen Kontext in Berlin und Deutschland

Zweiter Block: Untersuchung der eigenen Umstände

Zeitraum: 21.09.26 – 01.10.26 eigenständig, 90 – 120 min Zoom-Termin am 26.09.26 

Inhalt: Erkunden des eigenen Wohn- und Arbeitsumfeldes, Erforschen und Hinterfragen, wie sich Umweltungerechtigkeit im eigenen Lebensumfeld manifestiert und anfühlt, Teilnehmende werden Tagebücher und andere Dokumentationsformate für ihre jeweiligen Lebenssituationen anfertigen

Dritter Block: Gemeinsames Verarbeiten und Gestalten

Zeitraum: 03.10.26 – 2-3 Std. mit Pausen, 04.10.26 – 4-5 Std mit Pausen und, 10.10.26 – 3-4 Std mit Pausen 18.10.26 – 3 Std.

Zweck: Gemeinsames Verarbeiten struktureller Unterdrückung, die vielschichtigen Dimensionen von Umweltungerechtigkeit im Berliner Kontext sichtbar machen, erlernte Inhalte aus Block 1 mit persönlichen Erfahrungen und Gefühlen aus Block 2 verbinden.  Das alles fließt in einen kollektiv erarbeiteten kreativen Projektoutput ein, der beim abschließenden Präsentationsevent geteilt wird.

Methoden: geleitete Diskussionen, Austausch und kollektive Aufarbeitung und Visualisierung, Vorschläge für kreative Praxis (von TN mitbestimmt): z.B. Multimediale Karte der Wohngegenden (zB. Wedding, Moabit), welche die Realität der Betroffenen wiedergibt, verknüpft mit Audiocollagen aus Aufnahmen, Visuelle Collagen, Poesie, kurze Peer-Interviews oder Videografie

Anmeldung:

Anmeldung bis 09.09.2026

Open Call:

Diese Veranstaltung wird bald auch noch auf arabisch veröffentlicht, eine Übersetzung auf Arabisch könnte bei Bedarf angeboten werden.” Auf Arabisch: 

سيتم نشر هذا الحدث قريبًا باللغة العربية أيضًا، ويمكن توفير ترجمة إلى اللغة العربية عند الحاجة.